Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

   
» Vorwort
» Aktuell
» Archiv 2002
» Archiv 2003
» Zum Fotolog
» Die Specials
» Links
» Kontakt
» Gästebuch
20. Januar 2004

link

Das Nachtbuch ist tot!

Hiermit schließe ich dieses Nachtbuch.

Es lebe das Nachtbuch!

Und hier geht es zum neuen Nachtbuch: http://nachtbuch.designblog.de

 

13. Januar 2004

link

Licht in uns

Wenn es mal wieder stürmisch um uns tobt, der Regen gegen die Seelenfenster prasselt und sich ein Klagen in unserem Herzen erhebt, dann ist es Zeit, ein Licht in uns zu entzünden, das uns Wärme gibt. Dazu nehme man eine Kerze der Zuversicht und zünde sie mit dem Streichholz der Hoffnung an ...

11. Januar 2004

link

Virenalarm

Nun denn, so hat es mich erkältungstechnisch nun auch befallen. So hartnäckig habe ich den ganzen Herbst und Winter über mich dagegen wehren können. Stürzen wir uns also auf die ganze Palette an Hausmittelchen wie heiße Zitrone, Erkältungsbad, Aspirin etc. Eine Erkältung lässt sich schließlich von Arztbesuchen nicht erschrecken. Ob mit oder ohne Medikamente - sie geht unbeirrbar ihren Weg. Lasse ich sie also gehen ... möglichst schnell und weit weg von mir ;o)

Die namenlose Geschichte

Die Geschichte ist schon ein wenig weiter fortgeschritten, auch wenn sie immer noch keinen Namen trägt, so formt sich doch die Welt, in der sie spielt, immer mehr in meinem Kopf. Schriftzeichen sind schon gefunden dafür, Völker und deren Geschichte sammeln sich nach und nach am Rande ein. Ich weiß, wohin es letztendlich führen wird. Doch wie dahin kommen? Vieles an Fachliteratur lese ich gerade, um meiner kleiner Welt Leben einzuhauchen. Doch schauen wir, wie der Anfang weiter fortschreitet ...

Er zog sie aus und warf die Lumpen weg, in die sie gehüllt war. Mit Erschrecken stellte er fest, dass ihr Körper mit Wunden übersät und sie geschändet worden war. Vorsichtig wusch er sie und behandelte ihre Verletzungen mit Kräutersalben. Dann nahm er ein frisches Hemd von sich und änderte es so, dass es ihr passte. Zum Schluss flösste er ihr einen Heiltrank ein und legte sie in sein Bett.
“Sly min chynd, schlafe tief und fest. Erwache, wenn der Mond dir freundlich lächelt.“

Fortsetzung folgt ...

07. Januar 2004

link

Tausend Vollmonde

Tausend Augen schauen aus dem Vollmond
Tausend Leben werden wach
Tausend Herzen spiegeln sich im Wasser
Tausend Lichter zeigen ihren Glanz
Tausend Rosen betten sich aufs Neue
Tausend Blätter wachsen nach
Tausend Schmetterlingen wachsen Flügel
Tausend Freunde bleiben wach.

(Gudrun Grübler)

Schlaflos bin ich ...

bevor der Vollmond so hell über meinem Bett scheint. Wache, träume und sehne mich nach tiefem Schlaf. Der Morgen graut im gräulichen Sinne und die Nächte kleben wie dunkle Schatten in meinen Gedankengängen. Oh du silberstrahlender Lichtkreis, lässt meine Schlafaugen blinzelnd die Nacht durchwachen ...


© Alf Seckel

Vollmondkalender 2004

Mittwoch, 7. Januar 2004, 16:40:06 Uhr
Freitag, 6. Februar 2004, 09:46:54 Uhr
Sonntag, 7. März 2004, 00:14:12 Uhr
Montag, 5. April 2004, 13:02:42 Uhr
Dienstag, 4. Mai 2004, 22:33:24 Uhr
Donnerstag, 3. Juni 2004, 06:19:36 Uhr
Freitag, 2. Juli 2004, 13:08:54 Uhr
Samstag, 31. Juli 2004, 20:05:06 Uhr
Montag, 30. August 2004, 04:22:12 Uhr
Dienstag, 28. September 2004; 15:09:18 Uhr
Donnerstag, 28. Oktober 2004; 05:07:24 Uhr
Freitag, 26. November 2004; 21:07:12 Uhr
Sonntag, 26. Dezember 2004, 16:06:18 Uhr

05. Januar 2004

link

Wandlung

Das Leben ist ständigen Wandlungen unterworfen. Es ist vermessen zu glauben, wir könnten es uns in all seiner Unschuld bewahren. Und es ist zerstörerisch, sich krampfhaft an diesem Glauben zu klammern. Denn es zerreißt unsere Seele in Stücke, weil der Vorwärtsdrang des Lebens stärker ist als unsere eigene Vorstellungskraft. Und wir fügen uns selber unsäglich schmerzhafte Wunden zu, in dem wir es nicht ziehen lassen wollen. Denn die Urkraft des Lebens ist das Gehen. Nichts anderes kann dagegen Bestand haben.

Der Engel der Wandlung


© Corina Braun

04. Januar 2004

link

Wie knüpft man an, an ein früheres Leben! Wie macht man Weiter. Wenn man tief im Herzen zu verstehen beginnt, das man nicht mehr zurück kann. Manche Dinge kann auch die Zeit nicht heilen, manchen Schmerz der zu tief sitzt und einen fest umklammert...
(Frodo - The Return of the King)

Kein Zurück

Diese Worte von Frodo im Film Die Rückkehr des Königs haben mich tief berührt, denn diese Frage habe ich mir in den letzten Monaten oft selber gestellt. Wie knüpft man an eine Vergangenheit an, die so voller Schmerz, voller Verzweiflung und voller Emotionen war und die man nun Stück für Stück zerschlagen, katalogisiert und in Schubladen gepackt hat? Wie knüpft man an etwas an, zu dem man die Verbindungen gekappt hat, weil es so unwiederbringlich vorbei ist. Es gibt kein Zurück - nie mehr. Ich bin gewachsen, unter Schmerzen. Nun heißt es, sich umzudrehen, vorwärts zu blicken, die Tage nehmen, wie sie mir geschenkt werden. Ja, es gibt kein Zurück und doch bleibt die Vergangenheit wie ein Schatten bei uns. Und ein tiefer, tiefer Schmerz in unserem Herzen erzählt uns davon, aus welcher Dunkelheit wir einst geboren worden sind ...

Vorwärts ...

... geht es auch mit der Geschichte. Stück für Stück wie ein Puzzle entstehen Bilder und Worte, entsteht eine Welt unter meinen Händen. Und was kann befriedigender sein als etwas mit eigener Hand zu erschaffen?

Sie kam zu ihm ohne Erinnerung, ohne ihren Namen zu wissen. Wie ein wildes Tier war sie. Knurrend und mit zerrissenen Gewand stand sie am Rande der Lichtung. Die blauen Augen waren voller Verlorenheit, ohne Funken von Licht.
 "Bruhae, bruhea min chynd", brummte er Worte in der alten Sprache zu ihr. Tief und ruhig war der Klang seiner Stimme dabei, die Handflächen ihr offen zugewandt. "Bruhae". Langsam ging er auf sie zu und seine Stimme wurde immer mehr zu einem beruhigenden Schnurren. „Bruhae. Sly min chynd, sly en dephen slyb.“ Eine bleierne Müdigkeit ergriff ihren Körper und breitete sich in allen ihren Gliedern aus. Als er sie erreichte, fiel sie ihm in tiefen Schlaf versunken in die Arme. Er hob sie auf und trug sie in sein Haus.
“Seltsames hat der Westwind mir zugetragen.“, sprach Baerlon, der Graue vom Hügel zu sich.

Einen Namen wissen wir also schon. Doch wer mag er sein, der geheimnisvolle Graue vom Hügel? Und wer mag das Mädchen sein und warum ist sie ohne Erinnerung? So viele Rätsel über Rätsel gleich am Anfang, die es zu lösen gibt ...

03. Januar 2004

link

Das Ende aller Dinge ...

Das Nachtbuch sollte es nicht mehr geben. Neue Form und neue Worte sollten gefunden werden. Nun kehre ich zurück und die Form hat sich nicht geändert. Denn die Form ist nicht wichtig, wohl aber der Inhalt. Vielleicht, wenn die Tage wieder länger werden und die Schatten weichen, dann wird auch dies hier in eine neue Form gegossen werden...

All meine Traurigkeit, allen Schmerz wollte ich im vergangenen Jahr belassen. Doch wie Frodo selbst erkennen musste, manche Wunden heilen nie und ihr Phantomschmerz wird uns ein Leben lang begleiten. Wohlan, Schmerz und Trauer, dann kommt mit auf meinem Weg und eines Tages vielleicht, werdet ihr es müde sein, mich zu begleiten und euch an einer Kreuzung verabschieden. Ein letzter Gruß und ihr schwindet in der Ferne. Und doch wüsste ich auch, dass dies kein Abschied für immer wäre. Denn jedes helle Licht wirf auch einen dunklen Schatten...

Im Schatten des Rings verging das letzte Jahr. Es gibt Geschichten, von denen man sich wünscht, sie würden nie zu Ende gehen und dass deren Fiktion Realität wäre. Solch eine Geschichte ist für mich Der Herr der Ringe. Ein Buch, dass mich schon in Kindheitstagen begleitet und dessen Magie auf mich gewirkt hat. So verfolgte ich mit Spannung nun die Filme und ließ mich wiederum in jenes Reich nach Mittelerde entführen ... erlebte, durchlebte und durchlitt alle Reisen, alle Plagen und jeden Sieg mit. Und wiederum weinte ich so voller Gram, als Frodo und Gandalf an den Grauen Anfurten gegen Westen segelten. Ach, welch gefühlsduseliges und kindisches Herz, dass so wundersam gebrochen wurde. Es ist das Ende aller Dinge, was mir zu schaffen macht, die Unbegreiflichkeit dessen, dass im Leben etwas zu Ende gehen muss, weil das Leben nun mal endlich ist. Und so  wünschte ich mir, es gäbe so etwas wie die unendliche Geschichte. Jedoch was wäre ein Leben ohne Schmerz, ohne Trauer und ohne ein Ende? Hätte es dann noch diese Einzigartigkeit?

Doch was kann ich gegen das Ende einer Geschichte tun? Meine eigene Geschichte erzählen und niederschreiben, flüsterte mir da mein Herz zu. Und ich fand mein altes Ideenbuch wieder, in dem sich schon Namen, Landkarten, Schriftzeichen und Textfragmente befanden. Vor langer, langer Zeit hatte ich angefangen, eine eigene Welt mit eigener Kultur, Sprache und Schrift zu entwerfen. Und nun habe ich mich an die Arbeit begeben, es weiter zu formulieren und zu phantasieren. Vielleicht ist das Ende aller Dinge auch einfach nur der Anfang für eine neue Geschichte, die darauf wartet, erzählt zu werden ...

Und ja, einen Anfang habe ich auch schon gefunden ...

Sie kam zu ihm ohne Erinnerung, ohne einen Namen. Wie ein wildes Tier war sie. Knurrend und mit zerrissenen Gewand. Die blauen Augen waren voller Verlorenheit, ohne Funken von Licht.
"Bruhae, bruhea min chynd", brummte er Worte in der alten Sprache zu ihr. Tief und ruhig war der Klang seiner Stimme dabei, die Handflächen ihr offen zugewandt. "Bruhae".

Es fängt an wie jede Geschichte im Leben, ohne das Wissen, was war und was sein wird. Nun heißt es, eine Reise zu beginnen, die spannend und gefahrenvoll ist ... Neugierig geworden? Wer weiß, vielleicht lasse ich euch hier auch weiterhin am Anfang aller Dinge teilhaben ...